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Willkommen auf Wildkamera.info!

Effizient, zuverlässig und extrem diskret: Unverzichtbar bei der Naturbeobachtung.

Sie sind auf der Suche nach einer Wildkamera oder haben Fragen zur Funktionsweise von Wildkameras? Sie suchen einen Vergleich aktueller Kameras um für Ihre Anwendung die optimale Lösung zu finden? Dann sind Sie hier genau richtig.
Egal ob Sie eine Wildkamera zur Tierbeobachtung, für die Jagd oder zur Objektüberwachung einsetzen wollen, hier werden Sie Antworten auf Ihre Fragen finden! 

Darüber hinaus werden hier einige Hintergrundinformationen gegeben, die verständlich machen, wo die Grenzen und Möglichkeiten einer Wildkamera liegen.

Wildkamera YouTube Playliste


Aufbau

1) Auslösezeit

Auslösungen durch Wildtiere im Sommer/Winter
Generell ist eine Wildkamera im Winter bei niedrigen Temperaturen empfindlicher in der Auslösung als im Sommer. Da sich bei hohen Umgebungstemperaturen die Temperatur des Wildkörpers der der Umgebung angleicht, kann es im Sommer dazu kommen, dass die Wildkamera langsamere Auslösungen vornimmt. Aus diesem Grunde sollte die Sensorempfindlichkeit im Sommer auf „hoch“ eingestellt werden, um auch geringe Temperaturunterschiede erkennen zu können.

Sonneneinstrahlung
Direkte Sonneneinstrahlung kann das Sensorfenster erhitzen und die im Sonnenlicht enthaltene IR-Strahlung kann in manchen Fällen dazu führen, dass die Kamera langsamer auslöst. Deshalb empfiehlt es sich die Kamera grundsätzlich im Schatten zu installieren.

2) Blickwinkel / Aufnahmewinkel / Bildwinkel (FOV = Field Of View)

Der passive Infrarot Bewegungssensor (PIR) ermittelt lebende Objekte aufgrund ihrer Temperaturunterschiede zum Umfeld in einem Winkel von ca. 60 Grad. Der effektive Aufnahmewinkel des Objektivs ist ähnlich und entspricht einer Brennweite von ca. 35 mm (bezogen auf Kleinbild). Meist befindet sich das Wild aufgrund der Auslöseverzögerung in der Bildmitte. Ist ein möglichst großer Bildwinkel optimal? - Nicht immer gilt: Mehr hilft mehr.
Wildkameras mit einem größeren Weitwinkel (>100°) können zwar ein weiteres Sichtfeld erfassen, jedoch sind kleinere Tiere (z.B. Füchse) ab einem Abstand von >10 Meter auch bei Tagaufnahmen kaum noch zu erkennen. Die Auslöseverzögerung liegt bei den meisten Wildkameras bei einer knappen Sekunde. Somit kann es gelegentlich vorkommen, dass Tiere, die sich schnell bewegen, nur teilweise erfasst werden oder langsames Wild mehrfach die Kamera auslöst. Sollten sich im Sensorbereich Zweige oder Büsche befinden, kann es auch bei stärkerem Wind zu Auslösungen durch Pflanzen kommen. Dann bitte den Standort verändern oder Zweige beschneiden. Insbesondere an Kirrungen können Vögel oder Mäuse die Kamera mehrfach auslösen. Sollte das Wildkamera-Modell keine Einstellung der Sensorempfindlichkeit haben, erweitern Sie einfach die Distanz zur Kirrung.

3) Helligkeitssensor und IR-Blitz - Warum macht die Kamera nachts Schwarz-Weißaufnahmen?

Das menschliche Auge kann in der Dunkelheit kaum etwas erkennen. Ähnlich ist es mit normalen Farbfotos. Um dennoch im Dunkeln eine gute Aufnahme zu machen, müssen sie Bilder mit Infrarotlicht (IR) aufgenommen werden. Diese Aufnahmen sind zwar nicht farbig sondern schwarz-weiß, aber sie erfassen auch bei völliger Dunkelheit die Umgebung auf. Ein Helligkeitssensor aktiviert nachts die IR-Aufnahme und den IR-Blitz für Schwarz-Weiß-Aufnahmen. Wenn genügend Tageslicht vorhanden ist, wird die Kamera auf Farbfotos gestellt. Eine Wild- oder Überwachungskamera aktiviert also automatisch die IR-Aufnahme bei wenig Licht und die Farbaufnahme bei ausreichender Beleuchtung. Nach dem Erkennen einer Bewegung misst der Helligkeitssensor die aktuelle Lichtstärke. Sollte diese ausreichend für ein qualitativ hochwertiges Foto sein, löst die Kamera aus. Sollte das Licht zu schwach sein, aktiviert die Kamera den IR-Blitz und entfernt einen IR-Schutzfilter vor der Kameralinse. Dieser Schutz bewahrt die empfindliche Optik bei Tageslicht vor Schäden durch infrarotes Licht. Auch wäre die Belichtung der Fotos nicht korrekt, sollte dieser Filter fehlen. In der Nacht oder bei schwindenden Lichtverhältnissen ist eben diese Empfindlichkeit für die hochwertigen Aufnahmen mit IR-Blitz von Nöten. Dieses infrarote Licht kann natürlich nur zum Sensor der Kamera durchdringen, wenn der Schutzfilter zur Seite bewegt wurde. Der IR-Blitz arbeitet in einem Wellenlängenbereich, welcher weder von Menschen noch von Tieren wahrgenommen werden kann. Der für Lebewesen sichtbare Bereich von Licht reicht von Purpurblau 380 nm (Nanometer) bis hin zu Rot 780 nm. Wildkameras arbeiten mit infrarotem Blitzlicht, welches einen Wellenlängenbereich von 940 nm besitzt. Diese sind somit nicht mehr sichtbar für Mensch und Tier, aber vom CMOS-Sensor (Fotosensor) der Kamera erfass- und darstellbar (in Schwarz/Weiß).

4) Was hat der Bewegungssensor mit der optimale Kameraposition zu tun?

Der Bewegungssensor (PIR) an sich ist von seiner Konstruktion her in vertikale Zellen unterteilt, welche sich über die gesamte Höhe des Sensors erstrecken. Die Wildkameras lösen nur aus, wenn eine Bewegung in mehr als einer dieser Zellen erkannt wird. Im Idealfall befestigen Sie Ihre Kamera also so, dass eine Bewegung (etwa von einem Tier) mehrere Zellen aktiviert (rechter Winkel zur Bewegung). Sollte etwa ein Stück Wild gerade auf die Kamera zulaufen, ist es möglich, dass diese nicht auslöst, da sich das Wild in nur einer Zelle bewegt.

5) Akku oder Batterie?

Batterieleistung
Für die regelmäßige Anwendung Ihrer Wildkamera sind wiederaufladbare NiMH-Batterien zu empfehlen. Auf die Dauer ist der Einsatz von Akkus sowohl günstiger als auch umweltbewusster. Unabhängig von der Kosteneinsparung haben Akkus den Vorteil, dass sie im Gegensatz zu herkömmlichen Alkalimangan Batterien auch bei niedrigen Außentemperaturen (unter 0° Celsius) Strom abgeben. Für die Kamerafunktion ist es wichtig, dass alle Akkus den gleichen Ladezustand haben! Bitte achten Sie auf gleichwertige Ladungen der Batterien. Viele Hersteller geben die Batterielebensdauer mit bis zu 6 oder 12 Monate an. Diese Angaben beziehen sich in der Regel auf 5 Aufnahmen am Tage und 5 in der Nacht (mit IR-Blitz). Der IR-Blitz verbraucht den meisten Strom. Somit kann eine häufige Auslösung in der Nacht oder entsprechende Videoauslösungen die Batterieleistung deutlich reduzieren. Es kann deshalb auch sinnvoll sein, kurze Videosequenzen (5 oder 10 Sekunden) zu wählen.

Einflussfaktoren auf die Lebensdauer der Batterien oder der Akkus:

•    Außentemperatur 
•    Anzahl der Aufnahmen
•    Betriebszeit (längere Videos in der Nacht) 
•    Nachtaufnahmen (Zuschaltung des IR-Blitzes)
•    Mobilfunkbetrieb (nur bei Wildkameras mit SIM-Karte)


Aufnahmemodus: Foto oder Video

Wildkameras können Bilder oder Videos erzeugen. Entscheidet man sich für die Option der Bilderaufnahme, kann man bei den meisten Modellen eine Serienbildoption hinzuschalten. Mit dieser nimmt die Kamera bei einer Aktivierung mehrere Bilder direkt hintereinander auf. Die Anzahl ist vom Benutzer zu definieren und bewegt sich oft zischen maximal 3 und 10 je nach Modell.
Im Videomodus kann man die Länge der Filme festlegen. Bei vielen Wildkameramodellen wird diese nach oben mit einer Minute beschränkt, um die Batterien zu schonen. Gerade in der Nacht, mit zugeschalteter IR-Beleuchtung, ist dieser Aufnahmemodus extrem ernergieaufwendig. Bei den neusten am Markt erhältlichen Modellen gibt es auch die Möglichkeit, beide Modi zu kombinieren und etwa erst ein Bild mit darauf folgendem Video aufzunehmen.

1) Bildqualität

Gegenlichtsituationen
Generell sollte die Kamera so montiert sein, dass es möglichst nicht zu Gegenlichtsituationen kommen kann. Bitte beachten Sie den Sonnenverlauf! Vor hellem Hintergrund (Himmel) ist es oft schwierig, das Wild eindeutig zu bestimmen. Die Gefahr ist ein überbelichtetes Bild auf dem nur Konturen sichtbar werden.

Photos oder Videos?
Auf den ersten Blick scheint es verlockend, direkt Videoaufnahmen statt Fotos zu machen. Schließlich hat man direkt einen Film – nicht nur ein Foto. Aber vergessen Sie nicht die Kehrseite der Medaille: Videoaufnahmen beanspruchen deutlich mehr Speicherplatz. Wenn Sie also nicht so oft dazu kommen, die Kamera zu überprüfen, dann kann die Speicherkarte schnell gefüllt sein. Ebenso ist das Durchforsten der Videoaufnahmen sehr zeitintensiv. Eine Vielzahl von Fotos lässt sich vergleichsweise schnell durchforsten und sortieren. Für manche Tierbeobachtungen sind Videoclips aber unschlagbar. Die optimale Lösung müssen Sie je nach Bedarf und Präferenzen selber wählen.
Der Fotosensor (CMOS-Sensor) einer Wildkamera ist in der Regel 5 MP groß. Dies ist die höchste Aufnahmequalität welche eine Wild- oder Überwachungskamera erzeugen kann. Alle Einstellungen mit mehr Megapixel werden durch Interpolation erzeugt. Dieses Verfahren dupliziert jeden Pixel und vergrößert so die Auflösung. Die Qualität des Bildes wird durch die Interpolation allerdings nicht verbessert, da man beim Zoomen ein verwaschenes Bild erhält (da jeder Pixel doppelt vorhanden ist). Man sollte also die Auflösung immer der höchst möglichen Auflösung des Sensors anpassen, was in den meisten Fällen den oben genannten 5 MP entspricht.
Die Videoqualität ist äquivalent zu der Bildqualität anpassbar. Im Normalfall kann man zwischen VGA (640 x 480) und HD (1280 x 720) wählen. Neuere Kameramodelle haben unter Umständen auch die Möglichkeit in Full HD (1920 × 1080) zu filmen. Je höher die Auflösung eingestellt wird, desto besser ist die Qualität des Videos. Gleichzeitig steigt jedoch mit zunehmender Videoauflösung auch der Bedarf für Speicherplatz. Kleine SD-Karten können aus diesem Grund schnell voll sein. Hier empfiehlt es sich, Karten mit einer Kapazität von 32 GB zu nutzen. Dies entspricht bei den meisten Kameras der höchst möglichen Größe einer SD-Karte.

2) Bild und Videoformat

Für Bilder und Videos gibt es zwei Standardformate. Zum einen das Seitenverhältnis 4:3 und zum anderen 16:9 (Breitbildformat). Klassisch werden Bilder im 4:3 Verhältnis geschossen und wiedergegeben. Für Videos hat sich das 16:9 Format durchgesetzt. Moderne Fernsehgeräte haben in der Regel ein 16:9 Format. Ältere Monitore oder auch Digitalkameras besitzen oft noch ein Display im Format 4:3. Anzumerken ist hier, dass bei einem 16:9 Format einige MP der höchst möglichen Auflösung verloren gehen, da  die meisten CMOS Sensoren (Fotosensoren) selbst ein 4:3 Verhältnis haben – und bei Aufnahmen im 16:9 Format der obere und untere Bereich einfach ungenutzt bleiben.

3) Speichern der Fotos und Videos

Wild- und Überwachungskameras haben in den meisten Fällen keinen internen Speicher sondern nutzen eine SD-Karte als Speichermedium. Diese SD-Karte kann bei den aktuellen Kameramodellen bis zu 32 GB (SDHC) groß sein. Bilder in einer Kameraauflösung von 5 MP belegen etwa 700 KB auf der Speicherkarte. Dementsprechend viele Bilder können auf einer 32 GB SD-Karte gespeichert werden. Neben dem Speicherplatz ist ein weiteres Merkmal der SD-Karten die Schreibgeschwindigkeit. Diese gibt an, welche Datenmenge eine SD-Karte in einer Sekunde verarbeiten kann (Class 10 etwa 10 MB/s). Für Bilder ist eine ‚Speed Class’ von 4 (etwa 4 MB/s) durchaus ausreichend. Für das Speichern von Videos sollte man aber zu einer schnelleren Karte greifen. Eine SD-Karte mit der ‚Speed Class’ 10 kann diese Aufgabe gut erfüllen. 


N.B. Je nach Verwendung der SD-Karte und des entsprechenden PC´s oder anderen Kameras kann es vorkommen, dass unbemerkt noch weitere Dateien oder Ordnerstrukturen auf die Karte geschrieben werden. Solche evtl. bei der Verwendung der SD-Karte in anderen Geräten angelegten Unterverzeichnisse können die Speicherung von Videos und Bildern der Wildkameras beeinträchtigen. In Einzelfällen kann dies dazu führen, dass insbesondere im Videomodus die Kamera nicht die Datenspeicherung für die einzelne Szene abschließen kann. Einige Wildkameras werden sogar ganz funktionsuntüchtig, wenn die Karte fremde Ordnerstrukturen enthält. Sicherheitshalber empfehlen wir eine Formatierung der SD-Karte auf Ihrem PC vor der Verwendung in Ihrer Wildkamera. Es empfiehlt sich ferner, die SD-Karte auch in der Wildkamera gelegentlich neu zu formatieren.

4) Wiedergabe

Sie können Bilder oder Videos der Wild- oder Überwachungskamera bei den meisten Modellen direkt auf dem integrierten Display betrachten. Auf diesem wird aber nicht die volle Qualität der Bilder dargestellt. Es ist nur für einen ersten Eindruck konzipiert sowie um die Kamera über das Menü zu konfigurieren. Wenn Sie die Bilder oder Videos in voller Auflösung betrachten wollen, sollten Sie diese an einem PC oder TV betrachten. Bei einigen Modellen ist diese Vorgehensweise sogar zwingend erforderlich, da sie über keinen integrierten Monitor verfügen.

5) Zeitraffer

Die Zeitrafferfunktion bietet die Möglichkeit in vorher definierten Abständen einzelne Bilder aufzunehmen ohne dass der Bewegungssensor angesprochen wird. Diese Einzelbilder können später auch zu einer Videowiedergabe zusammengesetzt werden.
Für eine längere Observation und zum Dokumentieren von Veränderungen an einem Objekt ist diese Möglichkeit sehr nützlich. Sollte der Bewegungssensor in einer Aufnahmepause angesprochen werden wird die Kamera trotzdem auslösen, so dass Sie mit Sicherheit nichts verpassen.

6) Einstellung der Auslöseverzögerung

Die Auslöseverzögerung beschreibt normalerweise den Abstand zwischen dem Erkennen einer Bewegung und der tatsächlichen Bildaufnahme. Dieser Zeitabstand beträgt meist weniger als 1 Sekunde. Um die Kamera nicht im Dauerbetrieb laufen zu lassen, wenn an der Kirrung gerade „Betrieb“ herrscht, kann die Auslöseverzögerung in den meisten Kameras manuell eingestellt werden. Diese Aufnahmepause zwischen 2 Bildern oder Videos  kann vom Benutzer definiert werden und zwischen 3 Sekunden und 60 Minuten betragen. In manchen Situationen ist es von Vorteil, die Auslöseverzögerung nicht auf wenigen Sekunden zu beschränken. Eine sehr kurze Auslöseverzögerung führt zu zahlreichen ähnlichen Aufnahmen welche zum einen die Speicherkarte schnell füllen und zugleich beim Betrachten und Auswählen entsprechend Zeit beanspruchen.

7) Zeitstempel

Diese Option erlaubt es die eingestellte Zeit und Datum in jedem Bild und Video in die Aufnahme einzublenden. So kann man genau den Zeitpunkt der Entstehung einer Aufnahme erkennen. Bei vielen Kameramodellen wird zudem ein Mondkalender und eine Temperaturanzeige (F° oder C°) mit in den Zeitstempel aufgenommen. In der Regel wird der Zeitstempel am unteren Rand als Fußzeile eingeblendet.

8)Passwortschutz

Diese Funktion erlaubt dem Nutzer, eine 4 oder 5-stellige Zahlenkombination einzugeben, um einem Missbrauch Ihrer Kamera vorzubeugen. Ohne Eingabe dieser Zahlenkombination gelangt man dann nicht mehr in das Menü der Kamera. Ein etwaiger Dieb kann so die Kamera nicht mehr bedienen.